Mânchmâl...
  Startseite
  Über...
  Archiv
  Gedichte von mir
  Gedichte von anderen
  Texte
  Freunde
  Tod
  Zitate
  Andere über mich
  Quiz
  Bilder & Co
  Freak!?
  Ringgedicht
  Gästebuch
  Kontakt
  Abonnieren

   Vivis HP
   Aus dem Leben eines Taugenichts

http://myblog.de/earwen

Gratis bloggen bei
myblog.de





Seien wir diskret.Fragen wir die Toten nicht danach ob sie gelebt haben. von Stanislaw Jerzy Lec

Schritte die man getan hat und Tode die man gestorben ist,soll man nicht mehr bereuen. von Hermann Hesse

Was dem Leben Sinn verleiht,gibt auch dem Tod Sinn. von Antoine de Saint-Exupéry

Der Tod dauert das ganze Leben. Aller VErmutung nach hört er auf, sobald er eintritt. von Paul Valéry

Aus!
Ob jeder Freude seh ich schweben
Den Geier bald, der sie bedroht.
Was ich geliebt, gesucht im Leben,
Es ist verloren, oder tot.

Fortriß der Tod in seinem Grimme
Von meinem Glück die letzte Spur:
Das Menschenherz hat keine Stimme
Im finstern Rate der Natur.

Ich will nicht länger töricht haschen
Nach trüber Fluten hellem Schaum,
Hab aus den Augen mir gewaschen
Mit Trängen scharf den letzten Traum.

von Nikolaus Lenau

Trauer

Ich wandle einsam,
Mein Weg ist lang;
Zum Himmel schau ich
Hinauf so bang.

Kein Stern von oben
Blickt niederwärts,
Glanzlos der Himmel,
Dunkel mein Herz.

Mein Herz und der Himmel
Hat gleiche Not,
Sein Glanz ist erloschen,
Mein Lieb ist tot.

von Peter Cornelius


Abschied

In der Stunde X werde ich dennoch denken,dass die Erde schön war.
Ich werde an die Freunde denken, an die Güte, die ein häßliches Gesicht schön macht,
an die Liebe,die die Augen verzaubert.
Ich werde an den Hund denken,meinen Spielgefährten,als ich ein Kind war,
an die blauen Lupinen der Samlandküste während eines Ferienbesuchs,
ich werde noch einmal die langen Schatten der Tannen sehn auf der Bauernschmied-Alm
und mit Emmy Gruber auf den Gederer gehen,
ich werde mich erinnern an die Vögelzüge über dem Flugplatz von Märkisch-Friedland,
an den Geruch des Bierkellers im Gasthaus zum Hirschen, das meinem Großvater gehörte,
an Holunder,Raps und Mohn,flüchtig gesehen von einem Zugfenster aus,
an das Erröten der vierzehnjährigen Gabriele Dembitza,
an die roten und grünen Lichter eines Flugzeuges,das unter dem Sternbild der Cassiopeia dahinflog,
an den Tanz unter den Lampions des Quatorze Juillet,
an den Duft von Obst morgens an den Verkaufsständen vorm Schloss in Celle,
ich werde denken an den Herzschlag der Eidechse,die mich erblickt hat,
und an ein Gedicht im "Westöstlichen Diwan",das mich tröstet.


verfasst von Günther Eich

Grenzen

Es gibt eine Verszeile von Velaine,die mir nicht mehr einfallen wird,
es gibt eine Straße in der Nachbarschaft,die meinen Schritten verboten ist,
es gibt einen Spiegel,der mich zum letzen Mal erblickt hat,
es gibt eine Tür,die verschlossen bleibt bis ans Ende der Welt,
unter den Büchern in meiner Bibliothek ist eines,dass ich nie wieder aufschlagen werde.
Diesen Sommer werde ich fünfzig Jahre alt,
der Tod verheert mich unablässig.

von Jorge Luis Borger

Der Tod ist groß.
Wir sind die Seinen
lachenden Mundes.
Wenn wir uns mitten im Leben meinen,
wagt er zu weinen
mitten in uns.

von Rainer Maria Rilke



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung